Produzentengalerie 4h-art, Hannover
BEING YOU
Ausstellung vom 05.06. bis 14.06.
Das Selbst ist kein fester Kern, den man besitzt. Es ist ein Vollzug – hergestellt im Tun, im Sprechen, im Wahrgenommenwerden. Und es braucht den anderen, um in Kontur zu treten. Wer sich vollständig in einen anderen hineinversetzt, stößt unweigerlich auf die Fragilität der eigenen Identität. Wer ganz er selbst zu sein versucht, entdeckt, wie sehr dieses Selbst aus fremden Spiegelungen zusammengesetzt ist. Selbst und Gegenüber schließen einander nicht aus – sie bringen einander erst hervor.
In„Being You" befassen sich Kunstschaffende unterschiedlicher Genres aus verschiedenen Blickwinkeln mit diesem Spannungsfeld und verorten darin Handlungen. Der interdisziplinäre Ansatz zielt darauf das Thema in seiner ganzen Tiefe auszuloten. Denn gerade dort, wo unterschiedliche Perspektiven, Medien und Sprachen aufeinandertreffen, entsteht jener Raum, in dem „being you" nicht mehr nur Frage ist – sondern gelebte künstlerische Praxis.
Künstler:Innen: Taziana Alba, Mirjana Avramović, Hannah Over, Dieter Rammlmair, Denis Stuart Rose, Eva-Maria Stockmann
Gezeigt wird: Malerei, Skulptur, Digitalcollage, Film
Vernissage: Fr 05.06 18:00 - 22:00 Uhr
Künstlergespräch 20:00 Diskussion zu „Being You“ mit Publikum
Performance: So 07.06 15:15 Stiftung Jesteś Wszystko zeigt: „Der erste Schritt zur Hölle“
Ein außergewöhnliches performatives Experiment präsentieren, das die Grenzen zwischen Bühne und Publikum auflöst. Ein Ort der radikalen Empathie und Neugier.
Performance: So 14.06 16:00 Emma Marie Nielsens „Circuit Circus“ zeigt den endlosen Druck weiblicher Selbstinszenierung zwischen Sichtbarkeit, Sehnsucht und Anpassung.
Anmeldung für jeweilige Performance über 4h-art@email.de. Limitierte Plätze
Geöffnet: 14:00 – 18:00 Uhr an Sa und So 07.03.& 08.03. und 14.03. & 15.03.2026
ÖNV Neues Haus: 100, 121, 200, / Kirchwenderstrasse: 128, 134 / Parkplätze. Teils Barriere frei.
★ Der Bericht(The Report: 5.6., 00-00 UhrAnkündigung des Films „DerBericht/The Report“von Denis Stuart Rose
in der Produzentengalerie 4h-art im Rahmen der Ausstellung "Being you"
Realistische Kunstwerke kommen mit ihrer Wirklichkeitsnähe dem Wiedererkennungswunsch des Publikums entgegen. Solcher Realismus ist seit Grünewalds Isenheimer Altar in die Kunst eingegangen und hat im Kern die Moderne vorbereitet. Rose setzt diese Tradition in Verbindung von Objekt und Video mit überzeugender schöpferischer Kraft fort. Schweißen z.B. bedeutet für ihn nicht nur zusammenfügen sondern die Schaffung von Strukturen. Roses Arbeiten zielen auf eine Beteiligungskunst. Sie sind insofern urdemokratisch. Die Darstellungen wirken wie das Zerrbild einen bleiernen Vergangenheit.
Denis Stuart Rose
"Das Projekt/the Report"
Der Film ist „banal“ und „absurd“ zugleich. Zwei Darsteller tauschen sich über die Farbe „Schwarz“ aus, unter Verwendung von Textpassagen Max Raphaels. Die Diskussion ist unsinnig! Die beiden Darsteller sind identisch. Dabei wird die Repräsentation des Themas auf eine andere Ebene gehoben, zu einer vielschichtigen Erzählung verknüpft. “Being you - being me!”. „Schwarz“ wird zu „Schwarz“. Es existiert eine Spannung zwischen der Ver-
gangenheit und der Zukunft, völlig irrational!
Dritte Aufführung des Films
1) „The Report“ wurde 2026 im FLUXUS MUSEUM“ in Parikia auf Paros, Griechenland uraufgeführt und
2) Im Moviemento in Berlin, dem ältesten Kino Deutschlands, 2026 und
3) wird im Juni bei 4h-art in Hannover gezeigt.
Der Künstler ist am Sa.6.6.anwesend. Der Film ist am 5.6. 18-22h, am6.6. und 13.6. von 14-18 h und am 17.6. ab 16.:30 bis 18:h und anm 14..6, von 17-18h zu sehen
★ „Der erste Schritt zur Hölle“: 7.6., 15:15-16:15 Uhr„Der erste Schritt zur Hölle“: Ein immersives Kunstexperiment der Stiftung „Jesteś Wszystko“ zu Gast in der Produzentengalerie 4h-art im Rahmen der Ausstellung „Being you“
Die Stiftung „Jesteś Wszystko“ – Contemporary Artist Cooperative freut sich, als Gast in der Produzentengalerie 4h-art ein außergewöhnliches performatives Experiment zu präsentieren, das die Grenzen zwischen Bühne und Publikum auflöst.
Am 7. Juni 2026 um 15:15 Uhr verwandelt sich die Galerie in der Loebensteinstraße 7 in einen Ort der radikalen Empathie und Neugier.
Hintergrund des Projekts
Das Projekt „Der erste Schritt zur Hölle“ versteht sich nicht als klassisches Theaterstück, sondern als ein lebendiger, wandelbarer Organismus. Es kombiniert Tanz, Wort, Musik und visuelle Kunst zu einer Erfahrung, bei der die Zuschauer zu aktiven Teilnehmern werden. Das Experiment stellt mutige Fragen: Sind wir bereit, hinter die Fassaden unserer Mitmenschen zu blicken? Das Ziel ist es, den „ersten Schritt“ zu wagen – weg von der Gleichgültigkeit, hin zu einem tiefen Verständnis für sich selbst und das Gegenüber.
Das Erlebnis: In einem gemeinsamen Raum werden die Teilnehmer eingeladen, sich auf ihre eigenen Emotionen einzulassen. Ein besonderes Element ist der Einsatz von Augenbinden in einer der Szenen, um die sensorische Wahrnehmung zu schärfen und ein tieferes Eintauchen in die Erfahrung zu ermöglichen.
Künstlerisches Team_Unter der Regie von Kaspian Jakub Edmund Rezler und der Choreografie von Paulina Garczyńska wirkt ein internationales Ensemble mit. Die Musik von Filip Kluz bildet das emotionale Rückgrat der Performance.
Veranstaltungsdetails:
• Datum: Sonntag, 7. Juni 2026, 15:15 Uhr
• Ort: Produzentengalerie 4h-art, Loebensteinstraße 7, 30175 Hannover
• Dauer: ca. 60 Min. | Alter: 16+
• Teilnahme: Offenheit für ein immersives Erlebnis (zeitweises Tragen einer Augenbinde).
Über die Stiftung: Die Stiftung „Jesteś Wszystko“ ist ein Kollektiv zeitgenössischer Künstler, das soziale Themen durch immersive Kunstformate greifbar macht.
Unterstützung: https://patronite.pl/jesteswszystko | https://suppi.pl/jesteswszystkoart
Pozdrawiam/ best regards,
KASPIAN JAKUB REZLER
★ Circuit Circus: 14.6., 00-17 UhrEin performatives Stück über weiblichen Performancedruck.
Die Performance ihres Lebens. Jeden Tag fängt der Zirkus von vorne an. In einem unendlichen Kreislauf performt sie, um in dieser Welt zu überleben. Sie zieht sich an, zieht sich um, quetscht sich in Schubladen hinein, sehnt sich nach Liebe und will dafür alles tun. Denn lieber irgendetwas sein als nichts. Lieber in der Manege herumgaloppieren als unsichtbar zu sein.
Circuit Circus ist Emmas Abschlussprojekt.
Mentoriert von Berit Jentzsch.
Emma Marie Nielsen
Aufgewachsen in Deutschland und Dänemark. Studierte von 2022 bis 2026 Schauspiel an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Vor dem Schauspielstudium studierte sie ein Jahr Tanztheater und war mit ihrer Theatergruppe in der Freien Szene in Kopenhagen tätig.
Öffnungszeiten
Sa-So 14-18 Uhr
Anschrift
Produzentengalerie 4h-art
Loebensteinstraße 7a
30175 Hannover
Nahverkehr
H Neues Haus / Bus 100, 121, 200
H Kirchwenderstraße / Bus 128, 134
Barrierefreiheit
Zugang teilweise barrierefrei